• 5. Juni 2010 13:06
  • Netzökonomie, Off-Air, Sendung vom 05.06.2010
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Zahltag bei flattr

"Das Bezahlmodell der Wahl"


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Der Micropayment-Dienst flattr hat zu Beginn dieses Monats erstmals Erlöse ausgezahlt. Die höchste Summe von rund zweihundert Euro erzielte der Berliner Interviewpodcast Chaosradio Express, der sich mit Technologie, Gesellschaft und Kultur befasst. Das Podcastangebot von Tim Pritlove steht damit derzeit ganz oben in den flattr-Charts. Hinter flattr steht der Versuch, ein freiwilliges und gerechtes Bezahlsystem für Online-Inhalte zu etablieren. Die beteiligten User honorieren dabei einzelne Artikel oder andere Angebote (sog. things) per Mausklick – anders als bei Kachingle, wo Websiten als Ganzes honoriert werden. Das Echo in der Netzgemeinde auf flattr: grundsätzlich positiv. Tim Pritlove hält es für denkbar, dass sich über flattr perspektivisch signifikante Beträge erzielen lassen, sagte er gegenüber Breitband. Seine These: Da das Klicken des Flattr-Button mit Geld verknüpft ist, sagt das viel mehr aus, als etwa ein Facebook-I like-Klick. Man weiß, dass der Flattr-Klick wirklich mit Wertschätzung verbunden ist. Ähnlich sieht das auch Matthias Urbach, Online-Chef der taz. „Es gibt kein aussagekräftigeres Mittel als Geld, um seine Anerkennung auszudrücken“, sagt er im Breitband-Interview. Aus seiner Sicht ist flattr vor allem für Blogger „das Mittel der Wahl“. (Das Interview zum Nachhören siehe Mp3)

Weitere Reaktionen aus dem Netz:
„Der Durchbruch für Crowdfunding könnte in Deutschland passieren“
Flattr (Stefan Niggemeier)

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