• 9. Oktober 2010 16:10
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Gegen die Wissensgesellschaft

Urheberrecht in Argentinien


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Mit dem Urheberrecht im diesjährigen Buchmessen-Gastland ist nicht zu spaßen. Argentinien findet sich auf dem sechsten Platz der Länder wieder, die sehr restriktiv mit dem Urheberrecht umgehen. Zitate sind beispielsweise nur zu wissenschaftlichen Zwecken erlaubt und dürfen nicht mehr als 1000 Wörter oder -bei Musik- acht Takte umfassen. Selbst Bibliotheken müssen Gebühren entrichten für eine potentielle Vervielfältigung ihrer Bestände. Ohne Erlaubnis des Autoren erstellte Privatkopien sind eine Straftat, genauso wie das Fotokopieren von Buchseiten. Andererseits kämpft eine vereinte Vielfalt von Initativen für eine Verbesserung der Verhältnisse.
Auf all diese Fakten weist die Heinrich-Böll-Stifung hin, die anlässlich der Buchmesse eine Essaysammlung argentinischer Urheberrechtsaktivisten und Intellektueller herausgegeben hat: “Argentina Copyleft! Neue Spielregeln für das digitale Zeitalter? Ein Blick nach Argentinien“.
Wir haben mit Annette von Schönfeld, Referatsleiterin Lateinamerika der Heinrich-Böll-Stiftung über die Urheberrechtslage in Argentinien gesprochen.

Grafik: Buchcover Argentinia Copyleft! / Heinrich-Böll-Stiftung

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