• 14. November 2010 12:11
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UKW mit open end, Google TV und Quick Freeze Plus


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Langes Leben für UKW.  Das fordern die privaten Rundfunkveranstalter in Form ihres Verbandes VPRT. Sie wollen quasi UKW mit open end, auf jeden Fall keine Abschaltung 2015, wie es das Telekommunikationsgesetz vorsieht. Das sagte Hans-Dieter Hillmoth vom VPRT gegenüber Breitband. Der Verband hat zehn Thesen formuliert, warum UKW bleiben muss. Insgesamt ist dies auch erneut eine Absage an die digitale Terrestrik, wie etwa DAB Plus.

Front gegen Google-TV wächst. Jetzt hat sich die vierte US-Sendergruppe von Google TV abgewandt – nach ABC, CBS und NBC nun auch Fox. Die Sender haben ihre Online-Inhalte für Google-TV gesperrt, u. a. ihre im Internet abrufbaren Serien. Google hatt sein TV-Projekt Anfang Oktober vorgestellt. Die Sender haben offenbar Bedenken, Google-TV könne die Quoten der Sendungen und damit das Kerngeschäft der Networks beeinträchtigen. Sorgen macht sich auch das deutsche Privat-TV. Es befürchtet, Google könnte deren Inhalte gebündelt präsentieren, so wie bei Google News, dann aber – etwa bei hybriden Fernsehgeräten – eigene Werbung raufsetzen. Das hieße dann, Google würde mit den Inhalten der Sender Werbegelder verdienen, ohne selbst in die Inhalte investiert zu haben. Die deutschen Privatfernsehmacher lehnen dies ab.

Quick Freeze Plus in der Vorratsdatenspeicherung. Diese Idee kommt vom Bundesbeauftragten für Datenschutz, Peter Schaar. Er schlägt vor, Verbindungsdaten für einige wenige Tage zu speichern, damit, so Schaar, „Strafverfolger überhaupt eine Chance haben“. Diese wenigen Tage sollen eine Speicherungsdauer von sechs Monaten ersetzen, wie sie bei den derzeit nicht angewendeten Richtlinien zur Vorratsdatenspeicherung vorgesehen sind. Schaar nennt dies eine „Alternative mit geringer Eingriffstiefe“ und will damit offenbar generell alternative Wege im Datenschutz einleiten.

Die Medien und Meinungen – zusammengestellt von Vera Linß.

Foto: flickr, CC von tomaradze

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