• 4. September 2010 18:09
  • Sendung vom 04.09.2010, Topic
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Programmierende Journalisten gesucht

Data-Driven-Journalism


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Der Datenjournalismus oder Data-Driven-Journalism könnte das nächste große Ding werden. Das computergestützte recherchieren und auswerten von tief im Netz vergrabenen Rohdaten erlebt im Moment einen regelrechten Boom. Durch die Open Data Bewegung und der Entscheidung von Staaten oder Institutionen, öffentliche Daten freizugeben und in maschinenlesbarer Form ins Netz zu stellen, wird nach und nach ein immer umfassenderer Zugriff und somit eine Verknüpfung und Analyse von rohen statistischen Informationen möglich.

Ein Beispiel: Die CO2-Emissionen aus der Industrie
Einmal jährlich werden die Schadstoff-Emissionen aus der Industrie im Europäischen Schadstoff-Emissionsregister veröffentlicht. Dort werden die Daten weder ausgewertet noch können sie gesammelt heruntergeladen werden. Deshalb hat die dpa-infocom sie mithilfe eines Web-Roboters eingesammelt und anschließend regional ausgewertet (zip-Datei). Das Ergebnis (zip-Datei) der dpa-Recherche: Die Großindustrie in NRW verursacht mehr als ein Viertel aller CO2-Emissionen. Während der Fokus der bundesweiten Berichterstattung auf den Schwergewichten lag, konnten Regionalzeitungen mithilfe dieser Daten regionalspezifische Analysen veröffentlichen.

Was sich genau hinter dem Begriff des Data Driven Journalism verbirgt, welche weiteren Anwendungen und Ergebnisse er bis jetzt hervorgebracht hat und welchen Einfluss er auf die Arbeit von Journalisten und vor allem Nachrichtenagenturen haben kann, darüber sprechen wir mit Christoph Dernbach, Chefredakteur der dpa-infocom GmbH.

Kommentare

    […] Datenjournalismus nicht herum kommt, erklärt Christoph Dernbach von der dpa-InfoCom im Deutschland Radio […]

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