• 13. Juli 2013 16:07
  • Netzkultur, Sendung vom 13.07.2013
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Wo liegt die Grenze der Kontrolle?

Im München tagt das Symposium "LIMITS OF CONTROL"


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Wir müssen uns Gedanken über die Architektur des Netzes machen, sagt Felix Stalder, Professor für Digitale Kultur und Netzwerktheorien an der Zürcher Hochschule der Künste.

Unsere Daten sind nicht mehr sicher, weder vor der Privatwirtschaft noch vor der Politik. Das ist die Erkenntnis, die wir nun auch aus den Enthüllungen von Edward Snowden ziehen konnten. Der erste Reflex darauf ist: Wir versuchen alles, um uns dieser Kontrolle zu entziehen. Wo man sich umhört, überall geht es um Verschlüsselung. Und: Wir sind kritischer geworden angesichts der Kontrollsysteme der Geheimdienste, die uns jetzt so anschaulich offengelegt worden sind.

Aber können wir durch die Tatsache, dass wir nun mehr wissen über den Umfang staatlicher Kontrolle, auch selbst mehr kontrollieren? Wie viel Kontrolle haben wir überhaupt noch? In München fand gestern eine Tagung zu genau diesem Thema statt. Zu Gast dort war eben auch Felix Stalder.

Mit ihm haben wir vor dieser Sendung gesprochen, zuallererst über einen Widerspruch, der uns neugierig gemacht hat. Denn: Angekündigt wurde die Tagung mit der These: Der heutige Mensch lässt Kontrolle bewusst zu – er will beobachtet werden. Aber widerspricht dies nicht dem Aufschrei, den wir in den letzten Wochen erleben und auch dem Hype um Verschlüsselung?

Drift: “Walk east for one block, look for something between the lines and take a picture of it.” (Anja Krieger)

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