Im Banne der Blase

Wiederholt sich die New-Economy-Krise?


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Ich möchte eine Party feiern, so wie wenns 1999 wär – 1999 ist noch gar nicht allzulange her. So singt es die Schweizer Band Saalschutz und tatsächlich: Die Nachrichten überschlagen sich in den letzten Wochen wenn es um potentielle Börsengänge (und dazugehörige Partys) von Internetfirmen geht. Da ist zum Beispiel die Social Gaming Fima Zynga, die unter anderem Farmville entwickelt hat, und bereits vor ihrem Börsengang auf eine Bewertung von 20. Milliarden Dollar kommt. Oder das Business-Netzwerk LinkedIn, das ging dieses Jahr an die Börse – und ist schon jetzt 10 Milliarden Euro wert. Aber das ist alles nichts gegen den angekündigten Börsengang von Facbook, dessen Wert wird jetzt schon auf 100 Milliarden Dollar geschätzt.

In Deutschland werden natürlich kleinere Brötchen gebacken aber dass auch hier das Geld für junge Startups lockerer sitzt, beweisen Meldungen aus der letzten Woche, so konnte zum Beispiel der Pizzalieferanten-Vermittlungsdienst Lieferando bei seinen Investoren 6 Millionen Euro einsammeln. Das klingt ein bisschen nach der Dot.Com Blase vor 12 Jahren, vor der zunehmend gewarnt wird – auch wenn letztlich viele sagen, es sei komliziert. oder man müsse noch abwarten, bevor man es wieder Blase nennt.

Haben wir nun eine Blase oder eine Blase um die Blase? Nach einem Beitrag von Tarik Ahmia sprechen wir mit Markus Breuer, er ist Blogger und Entrepreneur und war schon vor der ersten New Economy Krise in der Startup-Szene unterwegs.

Im Anschluss an das Gespräch gehts um Risikokapital. Dieses gilt, Überraschung, eher als riskant, kann aber natürlich auch sehr lukrativ sein, wie nicht nur die Erfolgsstorys der “Garagenfirmen” Apple, Microsoft, Google oder Facebook beweisen. Auf jeden Fall gilt aber: Wer so sein Geld investiert, den sollte es nicht schmerzen wenn er es des öfteren auch mal verliert und muss deshalb clever haushalten. Die Estag Capital AG aus Berlin scheint sich diese Devise zu eigen gemacht zu haben und “finanziert Ideen” anstatt das Geld nur für “Schnitzel auszugeben”. Einen ihrer Köpfe – dem Immobilienexperten Jörg Duske – hat unser Reporter Laf Überland aus einem Seedcamp in Slowenien ans Skype-Mikrofon geholt.

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