- 2. Juni 2012 10:06
- Besprechung, Sendung vom 02.06.2012
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Es muss nicht immer GEMA sein
Die CC-Verwertungsgesellschaft C3S steht in den Startlöchern
Alternative Lizenzmodelle und die GEMA – das geht nicht zusammen. Künstler, die bei der Verwertungsgesellschaft gemeldet sind, dürfen ihre Werke zum Beispiel nicht unter CC-Lizenz veröffentlichen. Es droht, absurd genug, eine Abmahnung der eigenen Interessenvertretung. Da die GEMA hierzulande aber Monopolist ist, bleiben nur zwei Möglichkeiten: Sich nicht bei der GEMA anmelden oder eine neue Gesellschaft gründen, die alternative Lizenzmodelle erlaubt.
Eine solche Gesellschaft will die C3S, die Cultural Commons Collecting Society sein. Bisher existiert sie allerdings nur auf dem Papier. Das soll sich nun ändern. Am Dienstag hat Wolfgang Senges, einer der Initiatoren des Projekts, in Berlin den Stand der Dinge erläutert. Für uns war Volker Tripp vor Ort, und berichtet im Studio, was die C3S leisten will und wie gut die Chancen dafür stehen.
Foto: flickr cc by-sa/kalexanderson
Kommentare
Konkurrenz belebt den Wettbewerb. Die GEMA muss ihre Einstellung und in Folge ihre Kommunikation mit den Kunden ihrer gemeldeten Künstler verändern. Es bringt rein gar nichts als besserwisserischer Geldeintreiber aufzutreten und sich unbeliebt zu machen. Heute hat man das Ohr am Kunden zu haben, ihm zuzuhören und ihm seine Welt zu verbessern – das heißt auch: innovative Geschäfts- und Lizenzmodelle müssen her.
Ich denke, dass eine Veränderung der GEMA von innen heraus nicht passieren wird, wenn nicht eine alternative Verwertungsgesellschaft auf den Markt kommt und der GEMA Konkurrenz macht. Somit ist die Gründung der C3S überfällig!






[...] Ab und zu werfe ich ja mal einen Blick auf den Twitter-Hashtag #gema und eigentlich ist es immer der gleiche Anblick. Im Fünf-Minutentakt hagelt es Kritik, an ein positives Wort kann ich mich persönlich in diesen Suchergebnissen nicht erinnern. Kein leichtes Feld, vor allem nicht, wenn man gerade jetzt am 1. Juni 2012 die Leitung der Direktion Marketing & Kommunikation übernommen hat. Viel Glück und dickes Fell, was anderes fällt mir das nicht mehr ein. Ändern müsste sie sich, die bisher einzige Verwertungsgesellschaft für Komponisten und Textdichter und zwar von innen heraus. Warum das so sehr notwendig und gleichzeitig schwierig ist, darum geht es in meinem Bericht. Interessant ist, dass mittlerweile die C3S, eine alternative Verwertungsgesellschaft, die in Gründung steht und von der im vergangenen Monat immer wieder auf verschiedenen Seiten berichtet wurde, jetzt schon als die größte Triebfeder für Veränderungen bei der GEMA gehandelt wird. [...]