• 7. März 2013 18:03
  • Sendung vom 09.03.2013, Sendungsüberblick

Die digitale Gutenberggalaxis


Allen technischen Revolutionen der letzten Jahre zum Trotz ist Lesen immer noch die schnellste Methode um Informationen in das menschliche Gehirn zu transferieren. Insofern ist es also eigentlich nur logisch, dass wir uns in der aktuellen Sendung, die genau zwischen Cebit und Leipziger Buchmesse liegt, mit einem der ältesten Datenträger überhaupt beschäftigen: Dem Buch.

Aber auch wenn es Bücher nach wie vor gibt: Die Entstehung, Bearbeitung und Konsumierung von Texten wird durch den digitalen Wandel nachhaltig beeinflusst.

[podloveaudio poster=“http://breitband.dradio.de/inhalt/uploads/2013/03/5464738963_649c2463cf_b-430×286.jpg“ title=“Breitband vom 09.03.2013″ subtitle=“Die digitale Gutenberggalaxis“ duration=“00:53:34″ permalink=“http://breitband.dradio.de/die-digitale-gutenberggalaxis/“ mp3=“http://breitband.dradio.de/inhalt/uploads/auphonic/BRB130309.mp3″ mp4=“http://breitband.dradio.de/inhalt/uploads/auphonic/BRB130309.m4a“ ogg=“http://breitband.dradio.de/inhalt/uploads/auphonic/BRB130309.ogg“ opus=“http://breitband.dradio.de/inhalt/uploads/auphonic/BRB130309.opus“ chapters=“http://breitband.dradio.de/inhalt/uploads/auphonic/BRB130309.chapters.txt“ summary=“Ist der Online-Buchmarkt die Befreiung für unabhängige Schreiber? Oder wird durch digitale Formate ein Text nur zum Trägermedium für belanglose Multimediashows? Philip Banse spricht mit Leander Wattig und Dirk von Gehlen.“]

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Autoren werden immer selbstständiger und könnten sich theoretisch ganz unabhängig von großen Verlagen machen, in dem sie ihre Bücher durch Crowdfunding finanzieren und die fertigen Werke mit Hilfe eines Onlineshops im Eigenverlag vertreiben. Allerdings entstehen natürlich auch neue Monopole und es stellt sich die Frage, ob man heute noch an der Marktmacht einer Firma wie Amazon vorbeikommt und ob neue Angebote wie Tolino überhaupt noch eine Chance haben.

Das Buch selbst ändert sich. E-Book-Reader und digitale Formate ermöglichen zusätzliche Inhalte und eine etwaige Anbindung an soziale Dienste schafft Interaktion zwischen Autor und Lesern, die sogar das eigentliche Werk beeinflussen können. Auf den ersten Blick vielleicht eine Bereicherung, die dem Leser einen zusätzlichen Mehrwert bietet. Es stellt sich aber die Frage, ob dadurch nicht die störungsfreie Auseinandersetzung mit dem Text verlorengeht und das die Arbeit von Autoren dadurch entwertet wird.

Ist der Online-Buchmarkt die Befreiung für unabhängige Schreiber? Oder wird durch digitale Formate ein unter großen Anstrengungen verfasster Text nur zum Trägermedium für belanglose Multimediashows? Fragen, die Philip Banse mit Buchmarktanalyst Leander Wattig (Blog, Twitter) und Crowd-Autor Dirk von Gehlen (Blog, Twitter) klärt. Es geht um nicht mehr und nicht weniger, als den Wandel des Autors vom „genialistischen Schöpfer zum Netzwerker“ (Dirk von Gehlen) und die sich wandelnde Beziehung der Textschaffenden zu ihren Verlagen und Lesern.

Links zum Thema:
Dirk von Gehlens Fazit zum Crowdfunding für ein eigenes Buch
Leander Wattigs Vortrag „Perspektiven für Verlage in der Filesharingwelt“

Bildquelle: [47/365] The Problem With Books von Ben Dodson unter einer by-nc-Lizenz.

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