- 15. November 2008 16:11
- Sendung vom 15.11.2008, Sendungsüberblick
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Cloud Computing, Duftwolken und 25 Jahre c’t
Cloud-Computing ist das Thema in Blogs und Podcasts. Nur wenig wissen, was mit diesem wolkigen Begriff gemeint ist, und dennoch: fast jeder nutzt es. Denn Webmail, das Verschicken von Mails per Bowser, ist die bekannteste Anwendung für Cloud-Computing. Das Prinzip ist: Meine Programme und meine Daten liegen nicht auf meinem Rechner, sondern irgendwo im Internet. Dort stehen auf allen Kontinenten verteilt riesige Rechenzentren, die quasi unendlich Rechenkraft und Speicherplatz bieten. Auf welchem konkreten Rechner im Netz die Mails liegen – der Nutzer weiß es nicht. Er fragt die Wolke, die Wolke liefert.
Längst lagern nicht mehr nur Emails in der Daten-Wolke. Google macht mit Büroanwendungen Furore: Einfach Browser öffnen und Texte bearbeiten, Tabellen berechnen, Präsentationen erstellen. Speicherplatz, Kalender, Musik, Fotoalbum, selbst Audio- und Videobearbeitung sind heute im Browser möglich. Programme nicht mehr installieren sondern – oft gratis – im Netz nutzen – auch Microsoft kündigte jetzt, in die Wolke zu investieren. Wir haben in unserem Topic mit Professor Stefan Tai vom Forschungszentrum Informatiik in Karlsruhe darüber gesprochen welche kulturellen und gesellschaftlichen Auswirkungen sich ergeben aus den neuen Entwicklungen ergeben könnten.
Außerdem in der Sendung ein Besprechung zum 25. Jubiläum der Computerzeitschrift c´t.
Wir stellen Sissel Tolaas vor. In einer Welt voll duftender Raumsprays kämpft die Norwegerin mit Geruchsinstallationen gegen den Niedergang der Nasen. In der Oper sprüht sie sich mit Angstschweiß ein oder kreiert Parfums aus Hundekacke- und Schlachthausaromen.
Und außerdem jede Menge Netzmusik. Heute: Hindi-Indie-Rockabilly:
+ Lust auf bonbonrosa Bollywood-Stimmung? Die Zutaten gibts hier: www.bollyfm.net – Fotos, Filmhinweise, Lyrics und Soundtracks aus Bollywood-Filmen zum Runterladen.
Der Titel “Shano Shano” stammt aus dem Film “Yuvvraaj (2008)”:
http://www.bollyfm.net/bollyfm/mid/1399/tid/7838/mp3soundtrack.html
Zu “Badmash Launde” wird im Film-Musical “Heroes (2008)” getanzt:
http://www.bollyfm.net/bollyfm/mid/1398/tid/7822/mp3soundtrack.html
..und schon der Titel des Films, der zum Song “Apni Dumm Bhi Oonchi Ho”gehört, ist vielversprechend: “Roadside Romeo (2008)”
http://www.bollyfm.net/bollyfm/mid/1395/tid/7808/mp3soundtrack.html
+ Hier der Link zu einem möglichen Startpunkt für eine Reise durch die Welt des Indiepop:
www.indie-mp3.co.uk
Hier finden Sie die Songs aus der Sendung von “Hillary and the Democrats” und “Hari and Aino”.
+ Rockabilly, Rock’n Roll und ihre Anverwandten wohnen jetzt auch im Netz. Links zu MP3s, die man kaufen kann bietet www.nervous.co.uk. Zum Glück gibts aber auch ein paar freie Downloads:
http://www.nervous.co.uk/freemp3.html




widn? Ich glaube, die Frage ist falsch gestellt.
Das erhebt den Anspruch nach Definition. Aber da das Netz als reflexives Magma seine Gestalt ständig ändert, unsere Begierden und Sehnsüchte transportiert, ohne daß sie personifiziert werden müssen, ist das ganze wie ein breiter Strom, in dem wir vor dem Bildschirm sitzend kreisen. Das Medium ist die Botschaft, gleichsam eine Setzung, oder Satzung, die selbst keine eindeutige Botschaft vermitteln kann. Hier kann nichts dingfest gemacht werden, es sei denn man tritt wieder aus diesem Kreisen aus und überführt die elektronischen Ströme in mitteilbare Geschichten oder Zusammenhänge. Vor dem Bildschirm sitzend kreisen – ein Paradoxon, das wir letztlich nicht auflösen können, ein Spiegel, der keine Dimension besitzt, in die wir eintreten können. So müßte die Fragestellung wohl besser heißen: Was macht dieses Medium mit uns? Wie infiltriert es unsere Kultur, positiv wie negativ? Auf dieser Ebene einen Erfahrungsaustausch in Gang zu bringen, statt Definitionen Geschichten abzurufen, wäre das nicht spannender?