Hacking in the Rain

Sondersendung vom Chaos-Communication-Camp 2011


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Es ist vermutlich die größte Ansammlung von Computercracks im Camping-Format – und Anlass einer Breitband-Sondersendung: Auf dem ehemaligen Sowjet-Militärflughafen in Finowfurt, 40 Minuten nördlich von Berlin, treffen sich noch bis mindestens Sonntag über 3500 Menschen zum vierjährlichen Chaos Communication Camp.

Das Hacker-Zeltlager ist legendär für seine farbenfrohen Kunstinstallationen, seine Expertenvorträge in alten Flugzeughangars, seine aufwändige Kabelage (die sogenannten “Datenklos” verbinden fast jeden Netzwerkkabel-Besitzer mit dem Internet) und Funkwellendichte (WLAN, GSM, DECT, Kurzwelle, RFID, UKW-Radiostation und evtl Satelliten-Uplink) und nicht zuletzt für bekannte Neuentwicklungen und Hacks, die von Finowfurt die Welt erobern. Beim letzten Camp vor vier Jahren waren die Quadrocopter das große Ding, mittlerweile sind diese fernsteuerbaren Flach-Flugzeuge allerorten. Das 2011er-Camp könnte für die große Weltrauminitative in die Geschichte eingehen – wenn nicht für das erstmals errichtete private Handynetz oder die extrem durchwachsenen Regen-Sturm-Wetterverhältnisse.

Außerdem bietet der Chaos Communication Camp seinen überwiegend männlichen Besuchern die Gelegenheit, sich auch mal analog kennenzulernen, Informationen und Dateien auszutauschen und abends zu lauten Technobeats im Nebelmaschinen-Dunst die Beschallungs-Technik zu bewundern und ins Keyboard zu hauen anstatt den Körper locker im Rhythmus zu bewegen.

Vom Lulzsec-Blackhat-Hacker aus den USA bis zum anständigen Systemadministrator aus dem bayerischen Dingolfing ist wohl jede Hacker-Szene vertreten – und so hat auch Breitband eine Reportertruppe nach Finowfurt entsandt. Philip Banse, Christian Grasse und Moritz Metz haben die Gummistiefel angelegt und berichten in einer podcastesken live-on-Tape-Sondersendung ausführlich vom Chaos Communication Camp 2011 – Freitag im Web und Samstag im Radio.

Darin besuchen wir unter anderem den Hacker on a plane Nick Farr, Weltraumfahrer Jens Ohlig, Open-Leaks-Frontmann Daniel Domscheit-Berg, GSM-Crack und “Super-Hacker” Karsten Nohl, Hackerspace-Guru Mitch Altman und den r0ket-Entwickler Stefan “Sec” Zehl.

Foto: Moritz Metz

 

Kommentare

    boah, wattn gerenne, 3 stunden wären wohl angebrachter gewesen (aber is klar, dass das nicht geht), mir scheint trotzdem, ihr habt euer programm recht zielgenau hingekriegt

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