Hacker Jacob Appelbaum über Freiheit, Überwachung und Netzpolitik
“We have to, for freedom, live in a totalitarian surveillance state. I think that those things are pretty incompatible” Freiheit und Überwachung sind inkompatibel, sagt Jacob Appelbaum. Er forscht an der University of Washington an Sicherheitssystemen, ist in der Szene ein durchaus bekannter Hacker, früherer Wikileaks-Sprecher und arbeitet an der freien Anonymisierungssoftware TOR, deren sichere » weiter
Die neue EU-Datenschutzverordnung
Daten sind das Öl der Internetwirtschaft. Wer am meisten davon hat und wer sie so verarbeitet, dass andere davon profitieren können, hat im Netz die Nase vorn. Und der Zugang zu Daten ist aber auch eine Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie. So viel wie möglich Daten offen zu legen, lautet deshalb eine Forderung der Zivilgesellschaft. » weiter
Unternehmen prägen die Netz-Interaktion. Müssen wir gegensteuern?
Viele “öffentliche” Räume im Netz gehören Unternehmen. Dort entscheiden CEOs und Programmierer, wie kommuniziert und interagiert wird. Die Plattformen, denen gern demokratisierendes Potenzial zugeschrieben wird, werden selbst alles andere als demokratisch geführt. Facebook, Google oder Apple: Je unverzichtbarer die Produkte solcher Unternehmen für unsere Gesellschaft werden, desto mehr stellt sich die Frage: Können wir zulassen, » weiter
Protest gegen den Stop Online Piracy Act - und mögliche Auswirkungen in Europa
Kennen Sie SOPA? Wenn nicht, dann sind Sie nicht allein. Auch die europäische Politik, die SOPA nun wirklich kennen sollte, hält sich bedeckt. DIe Abkürzung steht für: Stop Online Piracy Act und dahinter steckt ein Gesetzesvorhaben in den USA, das Internetpiraterie unterbinden soll. Und zumindest dort sorgt SOPA derzeit für große Aufregung. Wird das Gesetz » weiter
Rolle und Einfluss von Leakingplattformen
Dieses Jahr startete mit einer Inflation des Transparenzbegriffs. Überall ist sie gefordert, Politik und Politiker sollen sie erfüllen, Motto soll sie sein, Leitmotiv und auch mal Mission. Wir fragen: Wieviel Transparenz ist eigentlich sinnvoll, wieviel davon wollen wir eigentlich? Nicht zuletzt das von Anonymous gestartete Webportal gegen Nazis wirft die Frage nach Kriterien auf, nach denen geleakt » weiter
Entscheidungen im 1000stel Sekundentakt
Die Finanzmärkte waren und sind in diesem Jahr das beherrschende Thema und somit Anlass für uns, in unserer letzten Sendung des Jahres einmal einen Blick darauf zu werfen, welche Bedeutung eigentlich Computerprogramme und Algorithmen bei den oft schwerwiegenden Entscheidungen spielen, die im Finanzsektor getroffen werden. Viele Finanzgeschäfte laufen mittlerweile quasi automatisch ab. Und selbst wenn » weiter
Wie Konzerne und Initiativen Netzlobbyismus betreiben
Wie alle Teile einer demokratischen Gesellschaft vertreten auch Unternehmen ihre Interessen. Wenn jeder erkennen kann, wer dahinter steht, ist dagegen eigentlich nichts einzuwenden. Nur dürfen sich Unternehmen nicht hinter vermeintlich gemeinnützigen Vereinen verstecken. In jüngster Zeit beackern immer mehr Internet-Konzerne das neue Politifeld Netzpolitik – mit umstrittenen Methoden. Beim gerade gegründeten Internetverein D64 sind auch » weiter
Zerstören westliche Überwachungswaffen demokratische Bewegungen in totalitären Staaten?
Das Netz ist für viele von uns mehr als nur ein Medium oder ein Werkzeug, es ist Lebensraum und somit auch ein politischer Raum. Das heißt aber noch lange nicht, dass es auch ein demokratischer Raum sein muss. Denn: Das Netz verbindet nicht nur Menschen, es kann auch dazu genutzt werden Bürger zu überwachen und » weiter
Wie groß ist die Prognosefähigkeit des Netzes?
Lange Zeit war der Blick in die Zukunft Orakeln, Magiern oder Hexen vorbehalten. Heute werden Zukunftsszenarien rechnergestützt entwickelt. Welche Großprojekte es hier gibt, hat sich Meike Laaf angesehen. Living-Earth-Simulationen dienen dazu, neue Zusammenhänge und innovative Lösungsansätze zu erzeugen. Darüber sprechen wir mit Anna Carbone, Projektkoordinatorin von FutureITC . Wie realistisch sind die Prognosen? Dazu mehr » weiter
Was sagt das Netz über unsere Emotionen aus?
Das Internet verspricht nicht nur Lösungspotential für die großen Probleme der Welt. Es bedient auch zahlreiche  sozialen Bedürfnisse: Es ist ein Medium der Meinungsäußerung und der Mitteilsamkeit geworden. Früher haben wir Gedichte und Leserbriefe geschrieben. Heute melden wir uns digital zu Wort. Empfindungen, die wir im realen Leben vielleicht nie vor Freunden äußern würden, werden » weiter
Startup Hype oder Startup Fieber in Berlin?
Berliner nennen ihre Stadt gerne selber in einem Atemzug mit New York, Paris und London. Dabei fühlt sich Berlin an vielen Stellen noch allzu sehr wie West-Berlin an. Und ausgerechnet hier soll der neue Technologie startup boom gerade stattfinden? Renommierte Zeitungen wie die New York Times, Magazine wie Wired.UK oder blogs reden der Stadt das » weiter
Der Hype um die Gamification
Nach Web 2.0 und den sozialen Netzwerken ist jetzt die Gamification der große Hype – die Übertragung digitaler Spielmechanismen auf die Bereiche der realen Welt, die sonst eher den Ernst des Lebens verkörperten. Der Gedanke dahinter: So tun wir die Dinge, die wir tun müssen, vielleicht lieber – Galaxien klassifizieren, Proteine zusammenbasteln, energiesparender Auto fahren » weiter
Zum Stand von öffentlich zugänglichen Daten in Deutschland
Das Versprechen von OpenData ist verlockend: Wenn der Staat all seine Datensammlungen im Netz veröffentlichen würde, maschinenlesbar, für alle nutzbar – könnten sich die Bürger endlich umfassend informieren, eine transparentere Gesellschaft würde sich immunisieren gegen Korruption, Bürger könnten sich besser am Staatswesen beteiligen, neue Geschäftsideen entwickeln wie z.B. bei der Wohnungssuche: “20 Minuten mit dem » weiter
Wie Wissenschaft das Web studiert
Es ist das erste Institut in Deutschland, das sich explizit der Frage widmen wird, welche Auswirkungen das Internet auf die Gesellschaft hat. Themen sollen hierbei sein Datenschutz, Privatsphäre, Netzneutralität oder Jugend- und Verbraucherschutz. Als im Sommer dieses Jahres bekannt wurde, dass es das „Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft“ – so der komplette Name – geben » weiter
Der Einfluss virtueller Bewegungen auf realen Aktivismus
Der Harvard Professor und Creative Commons Mitbegründer Lawrence Lessig spricht von Revolution. Eine Revolution, sagt er, kommt wellenartig, ähnlich wie Fieber, das in Schüben kommt. In einem Brief an die Occupiers, der bei der Huffington Post veröffentlicht wurde, sieht er einen Zusammenhang zwischen der Wahl Barack Obamas, der Gründung der ultra-rechten Tea Party Bewegung und » weiter
Staatstronjaner, INDECT, FAST und die Folgen
Es war eines der großen Themen der letzten Tage: Der Chaos Computer Club hatte vor knapp einer Woche aufgedeckt, dass eine von der Polizei eingesetzte Schnüffelsoftware zur Überwachung von Computern mehrere massive Schwachstellen aufweist. Schlecht verschlüsselt sei sie, schlampige Billigsoftware, so das Urteil. Aber das ist noch nicht alles: Die als Staats- oder Bundestrojaner getaufte » weiter
Sprechen die Maschinen bald mit uns?
Der Übercomputer HAL aus dem Film “Odyssee im Weltraum”, der Autoassistent KITT aus der TV-Serie “Knight Rider” – bisher waren intelligente Maschinen mit Spracherkennung und Sprachsteuerung Science Fiction. “Siri” heißt nun die erste Sprachsoftware, die fester Bestandteil des iPhone wird. Wie funktioniert diese neue Form der Unterhaltung mit dem digitalen Gegenüber? Das fragen wir den » weiter
Das Timeline-Konzept und unser individuelles und kulturelles Gedächtnis
15 Minuten. Das ist die Zeitspanne, die man via aktuellem Facebook-Profil zurückverfolgen kann, wenn man in das Leben eines Menschen eintauchen möchte. Das ist dem Facebook-Gründer Mark Zuckerberg nicht genug. Nicht nur Ausschnitte, sondern das komplette Leben sollen Menschen im Internet miteinander teilen. In der Eröffnungsrede der Facebook-Entwicklerkonferenz F8 erklärte Zuckerberg, dass sich das Soziale » weiter
Wie das Web die Wirtschaftswelt verändert
First Hand, Second Hand, handgestrickt. Ebay und Amazon haben es vorgemacht, wie man Industrieprodukte digital an die Nutzer bringt, DaWanda, Etsy und Co. lassen selber basteln, und neuerdings können die Leute shoppen, wo sie eh im Netz rumtrödeln: In den sozialen Netzwerken. Von kleinen Nischen sind die digitalen Markplätze zu großen Firmen angewachsen, die den » weiter
Wie westliche Sicherheitstechnologie totalitären Regimen hilft
Im Jahr 2009 lieferten allein die EU-Staaten an Libyens Diktator Gadaffi Rüstungsgüter im Gesamtwert von 344 Millionen Euro – Waffen, die Gadaffi gegen sein eigenes Volk eingesetzt hat. Aus Deutschland kamen etwa Radartechnik oder Störsender, mit denen – möglicherweise – das Handy- und GPS-Netz sowie das Internet blockiert worden sind. Es gibt aber noch andere Waffen, » weiter