Anthropologin Gabriella Coleman erforscht die Aktivistengruppe
Gegen wachsende Überwachung, Kontrolle und Reglementierung wehren sich immer mehr Menschen. Dazu gehören auch die Aktivisten rund um die Gruppe Anonymous. Anthropologin Gabriella Coleman, die Gast der diesjährigen transmediale ist, erforscht Anonymous. Wie geht das eigentlich, wenn es keine offiziellen Mitglieder und Sprecher gibt? Und wie steht eine “teilnehmende Beobachterin” wie Coleman selbst zu den » weiter
Unser Reporter auf lebensgefährlichem transmediale-Rundgang
Kollege Moritz Metz geht auf einen transmediale-Rundgang und schaut, was hier alles in und kompatibel ist – mit vollem Körpereinsatz. Denn neben Dampfmaschinenmusik gibt es auf der Ausstellung auch einen Elektro-Zaun. Wer unterschrieben hat, dass er im Todesfalle niemanden verklagt, darf sich den Strom geben. Autsch! Auch sonst ist die 25. transmediale eine ästhetische Schocktherapie. » weiter
Wird die transmediale nostalgisch? Gespräch mit Carsten Probst
Alte Klänge von einstigen Pionieren, analoge Geräte, die älter sind als die Transmediale mit ihren jetzt 25 Jahren. Inszeniert sich das Medienkunstfestival zum Jubiläum vor allem geschichtsbewußt? Wir sprechen darüber mit dem Kunstkritiker Carsten Probst.
Der "Internetunternehmer" Kim Schmitz
Schlitzohr oder Schwein? Um es gelinde zu sagen: Der kürzlich in Neuseeland verhaftete Internetunternehmer Kim Schmitz wirft seit vielen Jahren zahlreiche Debatten um seine eigene Person auf. Unser Autor Laf Überland war erstaunt, mit welcher Naivität mancherorts im Netz dem Pseudo-Hacker nachgetragen wird und verfasste ein kleines Portrait. Sein Wikipedia-Eintrag beginnt damit, daß Kim Schmitz, » weiter
Laf Überland testet den Browserthriller TwinKomplex
Ein soziales Browserspiel wie ein interaktiver Film, das ist TwinKomplex. Erfunden hat das Spiel ein promovierter Philosoph und Kulturwissenschaftler, und das merkt man. TwinKomplex ist ein anspruchsvoller und undurchsichtiger Agententhriller, der seine Spieler in Teams durch Berlin schickt. Von Google-Maps bis zur SMS aufs eigene Handy verknüpft TwinKomplex verschiedene Technologien und Applikationen. Laf Überland taucht » weiter
Der Commodore 64 wird 30
Im Januar 1982 wurde auf der CES, der Consumer Electronics Show in Las Vegas, ein Heimcomputer vorgestellt. Der Commodore 64 war der erste “Computer for the masses”. Und er bleibt bis heute der meistverkaufteste Computer der Welt. Mit seinen 64 Kilobyte Arbeitspeicher war der C64 vergleichsweise arm bestückt – heutige Computer verfügen etwa über das » weiter
Audiogames erzählen Geschichten nur mit Sounds
Audio Games (oder auch Blind Games) funktionieren vor allem über Klänge und Geräusche. Denn die Spiele werden für Blinde und Sehbehinderte kreiert, können allerdings auch für Sehende reizvoll sein. Wichtig: Die Menüs müssen sprechen, jede Interaktion und jede Rauminformation muss akustisch erfolgen. Doch wie versetzt man einen Spieler (akustisch) in die Tiefen des Meeres? Wie klingen Geräusche unter Wasser » weiter
Geschichte in 140 Zeichen mit 72 Jahren Verspätung
“Als Polen verkleidete SS Einheiten attackieren einen Radiosender in Gleiwitz, um den deutschen Angriff auf Polen vorzubereiten” Grusel-Nachrichten wie diese tauchen zuletzt öfter in Twitter-Timelines auf. Doch keine Panik. Unter dem Account @RealTimeWWII twittert ein britischer Geschichtsabsolvent Ereignisse des Zweiten Weltkriegs mit 72-jähriger Verspätung. Wir haben mit dem Historiker Andreas Geißler vom militärhistorischen Museum in » weiter
Das @ als Icon des digitalen Zeitalters
Vor Jahren, als wir begannen, über E-Mails zu kommunizieren, da war es noch irgendwie neu und in verschiedenen Ländern fand man so verschiedene Kosenamen wie “Klammeraffe”, “Affenschwanz”, “kleine Maus”, “Schnecke” oder “Zimtröllchen”. Insbesondere in den 90ern und 0er-Jahren wurde das kleine Kringelding dann zum Icon unseres digitalen Zeitalters. Heute, also Ende 2011, wird das @ 40 » weiter
Wie verändert das Netz unser Verständnis von Raum und Zeit?
Eine jahrhundertealte Kulturtechnik zur Problemlösung ist die Kartografie. Mit Landkarten, Organigrammen oder Mindmaps versuchen wir, die Welt besser zu verstehen und ihre Vielfalt in den Griff zu kriegen. Im digitalen Zeitalter bekommt Kartierung eine ganz neue Dimension. Wir surfen mit GoogleEarth um den Globus, geben bei Facebook oder Foursquare ein, wo wir gerade sind, bauen » weiter
Neonazis benutzen popkulturelle Symbole
Der rosarote Panther, die Zeichentrickfigur, wurde 1963 von dem amerikanischen Cartoonisten Friz Freleng entworfen. Freleng wurde in Kansas City geboren und war jüdischen Glaubens. Ob das die Neonazis wussten, die seine Figur jetzt in einem Bekennervideo missbrauchten? In dem Video führt die Zeichentrickfigur als Moderator durch eine Art Show und verhöhnt ausländische Mordopfer der Neo-Nazis. Wir » weiter
Akademische Webcaster bringen Bildung ins Netz
Früher war Salman Khan Investment-Banker. Dann begann er seiner Cousine per Youtube-Video einfache Mathe-Aufgaben zu erklären. Die Videos wurden zum Netz-Hit. Heute hat Khan über 2600 Videos gemacht, in denen er von Chemie bis Geschichte und Biologie alles erklärt. Er hat seine eigene “Khan Academy” gegründet, Bill Gates nennt ihn seinen “Lieblingslehrer”. Jörn Loviscach ist » weiter
Innenminister verlangt neuen Kodex für Social Netzworks
In dieser Woche hat der Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, der von Amts wegen für den Datenschutz zuständig ist, die Betreiber sozialer Netzwerke dazu aufgefordert, eine Selbstverpflichtung zu erarbeiten. Darin sollen sich Facebook, Google und Co zu bestimmten Mindeststandards bei Daten-, Jugend- und Verbraucherschutz verpflichten. Hatten wir das nicht schon mal? Falk Lüke, Journalist für Technologiepolitik kommentiert » weiter
World Technology Awards 2011 verliehen
Liebe Kinder, das da im Bild ist ziemlich viel Feuer und Rauch. Das kommt von einem Raketentriebwerk. Die Rakete haben die Leute von Copenhagen Suborbitals gebaut. Die wollen damit herausfinden, ob das Triebwerk genug Ausdauer hat fürs Weltall. Weil die bauen gerade eine eigene Weltraumrakete. Bitte nicht zuhause ausprobieren. Gewonnen haben sie dann zwar leider » weiter
Einordnung seiner Theorien und seines Werks
Friedrich Kittler war einer der bedeutendsten deutschen Medientheoretiker. Er führte in seiner Theorie das Wissen der Menschen auf die Kulturtechniken zurück, die sie nutzen. Entsprechend bestand eines seiner zentralen Projekte darin, “den Menschenwissenschaften ihre medientechnisches Apriori nachzuweisen”, wie der Medienwissenschaftler Hartmut Winkler es genannt hat, d.h. wenn Wissen nicht auf Erfahrung oder Empirie basiert, sondern » weiter
Das Menschenbild im digitalen Zeitalter
Fahndungsverfahren, Verhaltensprognosen, Datenkörper und Lifestreams. Unser Leben wird immer mehr von Algorithmen bestimmt. Unternehmen und Staaten wissen immer mehr über uns. Als Paradebeispiel gilt Facebook, das unser Leben als Timeline abbilden möchte. Dabei entscheiden zum Großteil die Algorithmen des Sozialen Netzwerks, was in unserem Dasein wichtig war und ist. Wir wollen einen Ausblick in die » weiter
Protest fürs Pseudonym und gegen Zwang zum Klarnamen
Seit der strikten Politik von Google + ist die Debatte um Klarnamen und Pseudonyme im Netz wieder in vollem Gang. Google+ möchte Profile sperren, wenn der verwendete Name nicht mit dem echten Namen der Person übereinstimmt, und hat das in einigen Fällen auch schon gemacht. Jetzt fordert eine Initiative das Recht ein, sich seinen Online-Namen » weiter
In Echtzeit vertonte Twitter-Nachrichtenströme
Tweets, Nachrichten in 140 Zeichen. Hundertausendfach sausen sie täglich durch das Netz. Damit die User den Überblick behalten, gibt es Hashtags. Die mit Rauten gekennzeichneten Schlagworte der Kurznachrichten geben dem Kommunikationswirrwarr eine strukturierende Funktion. Das allein ist schon faszinierend. Aber wie mag das Ganze wohl klingen? Das Sonifikationsprojekt Tweetscapes versucht die Twittersphere hörbar erfahrbar zu » weiter
Die vernetzte Abbildung des digitalen Ichs
Wie werden uns Freunde, Familie und Kollegen in Erinnerung behalten? Das, was wir tun und wie wir uns verhalten bleibt in der Erinnerung unserer Mitmenschen, zumindest bei denen, die uns nahe stehen. Das Netz krempelt all das um. Denn fast alles was wir tun, tun wir heute auch im Netz. Und das Netz vergisst nicht. » weiter
Das Buch "Mashup - Lob der Kopie" würdigt das Abkupfern
“Mashup – Lob der Kopie” heißt das neue Buch, das Dirk von Gehlen bei Suhrkamp herausgegeben hat. Die These des jetzt.de-Redaktionsleiters: “Schon weit vor der Erfindung des CD-Brenners haben Menschen sich durch Kopie und Imitation die Welt und vor allem die Kultur erschlossen. Wir lernen Sprache und Schrift durch Nachahmung, wir finden soziale und modische » weiter