- 2. November 2012 17:11
- Sendung vom 03.11.2012, Sendungsüberblick
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Das wirkt echt!
Die Breitband-Themen am 3. November 2012
Als Hurrikan “Sandy” die US-Küste erreichte, ergoss sich im Netz eine Bilderflut: Apokalyptische Wolkenberge über der New Yorker Freiheitsstatue, verirrte Haie zwischen den Reihenhäusern von New Jersey und ein Taucher in einer überschwemmten U-Bahn-Station am Times Square. Fotos, die massenhaft in sozialen Netzwerken verbreitet wurden und eins gemein haben: Es sind Fälschungen. Im Zeitalter von Photoshop sind solche Fakes und Mashups leicht herzustellen, über soziale Medien verbreiten sie sich in Windeseile.
Wie können wir authentische Inhalte im Netz noch erkennen? Wem vertrauen wir und warum? Und wieso teilen wir Bilder, selbst wenn wir ahnen oder sogar wissen, dass sie nicht echt sind? Darüber sprechen wir mit Ann Marie Lipinski, Herausgeberin der Harvard-Berichts “Truth in the Age of Social Media”. Dort wird untersucht, wie große journalistische Medien Nachrichten aus sozialen Netzwerken verifizieren. Philip Banse probiert es für uns aus: Mit welchen Tools und Methoden kann man verschiedene Typen von Fakes erkennen und enttarnen?
Das “wahre” Geschlecht des Absenders muss das Internet nicht verraten, auf jeden Fall nicht auf ersten Blick. Darauf fußte einmal die Hoffnung, das Netz würde vielleicht eines Tages der Geschlechterfrage ein Ende bereiten, indem sich jeder im Netz eine eigene Identität zaubert. Pustekuchen, sagen Netzfeministen, die Geschlechterkluft ist auch im Netz nicht überwunden. Das beweisen etwa die sexistischen Kommentare, die auf hatr gesammelt werden.
Über die drängendsten Fragen der digitalen Geschlechterdebatte sprechen wir mit der Journalistin, Politologin und Bloggerin Antje Schrupp. Und danach – könnte die Utopie einer digitalen Postgender-Gesellschaft eines Tages doch noch wahr werden? Post-Privacy-Autor Christian Heller erklärt uns, ob und wie das Netz als geschlechtsneutraler Raum denkbar ist.
An den Mikrofonen sind Vera Linß und Martin Böttcher.
Foto: Ein Persiflage-Mashup zur Flut gefälschter Bilder beim Sturm “Sandy”. Quelle: Internet.
Kommentare
Postgender bedeutet, es zählt das Geschlecht überhaupt nicht, es interessiert nicht einmal als Thema. Sprich, heult andere voll, sucht Euch bessere Argumente zum Pöstchenjagen. Dafür beklagt sich auch keiner, dass Frauen bei Informatikern und all denen die am Netz bauen unterrepräsentiert sind, weil an die Stelle des Geschlechts eine “Identität” tritt. Repräsentanz ist nicht wichtig, weil es kein Ganzes gibt. Jeder macht sein Ding und steht den anderen nicht im Weg, keiner stellt geschlechtsbasierte Ansprüche, keiner macht sich wichtig. Nur “running code” entscheidet. So will es die Hackerethik.
2001/9/11: Bin Laden entschied sich, das WTC zu vernichten anstatt der Freiheitsstatue
2012/11/03: Ein weiteres mal ist Lady Liberty ungeschoren davon gekommen






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