Was ist das Netz?
was ist das netz
Wie definiert sich das Netz selbst?
10 mögliche Antworten werden ausgewertet – von 2.5 Millionen.
Erster Teil eines Dialogs mit der Googlemaschine.
Was ist das Netz – Sascha Lobo
Kleine Fabel
Kommentare:
aber wer ist die Spinne?
Ralf
… jemand, der vom netz profitiert, beute fängt, sich “satt frisst” – und eben entsprechnede worte im munde führt.
Mir fällt da z.b. spontan das “engagement” großer firmen im bereich des eLearnings ein – im grunde geht es darum, zeug zu verkaufen und kunden zu binden: deren öffentliche verlautbarungen klingen ähnlich wie der text aus dem munde sascha lobos. Und alle, die mit dem netz geld verdienen wollen (was nicht anrüchig ist) beherrschen diesen tonfall …
WIDN Thomas Ramge
Weitgehend
.Inhalte,
.Technik,
.Wirkungen,
.Individuum,
.Gruppen (soziale und ökonomische),
.Staat(-en).
Oder kann eine Antwort doch alle Aspekte umfassen?
Kommentare:
da könnt ich auch sagen: blöd, unsinnig, überflüssig, schön, prima. so eine aussage bleibt ohne resonanz. das ist eine wertekategorie, die einfach in den raum gestellt ist, ohne dass der autor irgendein argument preisgibt.
Eine erste überflüssige 3 Minuten Version musste mehr und mehr schön eingedampft werden, um inhaltlich unsinnig möglichst blöd das wider zu geben, was prima Aussage sein will.
überbewertet sei prima. wollte nur sagen, überbewertet ist genauso aufschlußreich wie prima. mit verlaub.
Typischer könnte die Überbewertung der Möglichkeiten des Internetzes schwerlich dokumentiert sein, als mit dieser Kommunikation. Face2Face kann mit noch so weitgehenden technologischen Werkzeugen nicht ersetzt werden, Missverständnisse sind so unausweichbar.
hab ich gesagt: ohne resonanz? von wegen. hab mich ja auch provozieren lassen. alles gute, norbert!
mosi
Die Nymphe Echo (???) hatte von Zeus den Auftrag, die Göttin Hera durch Erzählungen und Geschichten abzulenken. So dass Zeus sich während dessen mit anderen Nymphen “vergnügen” konnte. Hera fand dies jedoch hera
Kommentare:
Hera fand dies jedoch heraus, und bestrafte die Nymphe Echo. Ihr Fluch bewirkte, dass die Nymphe Echo nur noch das erzählen und sagen konnte, was ihr jemand vorgesagt hatte.
WIDN – Norbert Bolz
Kommentare:
Ich glaube bald, dass die Frage “Was ist das Netz?” derart diabolisch ist, dass sie Menschen dazu bringt fragwürdiges Zeugs von sich zu geben. Was offenbart uns ein Professor und Kommunikationstheoretiker?
“Das Netz ist im Moment ein phantastische Spielwiese, auf dem neue Autoren ausprobieren, wie sie aus ihrer traditionellen Rolle als Leser und Zuhörer heraustreten könnten, um selber faszinierende Inhalte zu produzieren. Im Augenblick wird mehr Schrott als Intelligenz produziert, aber es gibt eine geheimnisvolle Weisheit der Vielen und vielleicht erleben wir es in nächster Zeit, dass diese Weisheit der Vielen den Schrott der Vielen überrollt und uns tatsächlich ein faszinierendes Gesicht eines neuen Wissens entgegenstreckt: Ich bin jedenfalls optimistisch.”
Wenn man’s transkribiert, zeigt sich erst die ganze Poesie. Die schlichte Erkenntnis des Statements: Heute kann jedermann seinen Text der ‘Welt’ zugänglich machen und (wen wundert’s) es kommt haupsächlich Mist dabei raus. Am Schluss die Hoffnung, dass die Intelligenz siegt.
Im Detail: “neue Autoren” probieren aus ihrer “traditionellen Rolle als Leser und Zuhörer” herauszutreten. — Tut mir Leid, ich versteh’s nicht: es ist doch nicht die traditionelle Rolle von Autoren, Leser und Zuhörer zu sein. Oder ist gemeint, dass Menschen, die nicht nur Leser und Zuhörer sind, zu Autoren werden, indem sie selbst produzieren?
“um selber faszinierende Inhalte zu produzieren” – Im Kontext des Textes gehe ich mal davon aus, dass der Herr Professor die von den “neuen Autoren” erstellten Inhalte faszinierend findet. Daher ist es um so überraschender im buchstäblich nächsten Atemzug zu hören, dass “mehr Schrott als Intelligenz produziert” wird, aber vielleicht findet Herr Bolz ja gerade Schrott so faszinierend.
Richtig metaphysisch wirds dann aber bei der “geheimnisvolle(n) Weisheit der Vielen”. Nun ja, man darf auch unbegründetet Vermutungen äußern, allein frage ich mich im Stillen, warum sich die Weisheit bisher so zurückgehalten und der Dummheit den Vorrang gelassen haben soll, aber das ist MEINE Frage.
Die hoffnungsvolle Aussicht, die Herr Bolz eröffnet: ein “faszinierendes Gesicht eines neuen Wissens”. Es tut mir Leid, aber das ist einfach Phrasendrescherei. Warum um aller Welt “neues Wissen” (im Sinne ‘neue Qualität des Wissens’)? Das Netz schafft kein “Wissen” – es beschleunigt den Austausch (vielleicht). Vielleicht vernichtet es aber auch Wissen: Was bei google nicht auf den ersten Seiten zu finden ist, gibt es nicht. Welcher Schüler benutzt heute noch eine Bibliothek? Da die Suchbegriffe z.B. beim Ausarbeiten eines Referats die gleichen sind, “wissen” alle das Gleiche. Monokultur.
Ich weiß, dass ein 30-Sekunden Statement keine wissenschaftliche Abhandlung darstellt, aber irgendwie ist es auch beunruhigend, wenn ein Fachmann, derart schlicht und unpräzise daherkommt: es ist ja keine Live-Sendung.
… möchte ich das bisher gesagte insofern relativieren, als dass ich nicht weiß, ob das zu Hörende nicht der Ausschnitt aus einem 30-minütigem Gespräch ist.
War das dann das Klügste, was zu hören war?
Oder hat die Redaktion genau diesen Ausschnitt gewählt, um ….um…. um…..
?????
… nein, war kein Ausschnitt aus einem längeren Interview, sondern die direkte Antwort auf die direkte Frage “Was ist das Netz?”
V.Linß/Redaktion
WIDN – Norbert Bolz kurz
Kommentare:
“Das Internet ist kein Massenmedium, weil es interaktiv ist, und Massenmedien prinzipiell nicht interaktiv sind.” (N.Bolz)
Was will uns dies sagen? Das Internet ist kein Massenmedium. Hm, welche Konsequenz hat diese Erkenntnis eigentlich?
Vielleicht auch so:
Das Internet ist kein Gemüse, weil es interaktiv ist, und Gemüse ist prinzipiell nicht interaktiv.
Das Internet ist kein gelber Sack, weil es interaktiv ist, und gelbe Säcke sind prinzipiell nicht interaktiv.
Das Internet ist kein Eisbär, weil es interaktiv ist, und Eisbären sind prinzipiell nicht interaktiv (sondern winteraktiv).
Und – ist das Internet überhaupt interaktiv?
Und – warum sind Massenmedien prinzipiell nicht interaktiv?
Kann es sein, dass uns da jemand das “faszinierende Gesicht eines neuen Wissens” entgegengestreckt hat?
Richtig, da sagt auch jemand, im Augenblick werde im Internet mehr Schrott als Intelligenz produziert.
Wie wahr.
Wie ist es denn mit Leser- und Hörerbriefen, von denen wir und die Kollege bei den Zeitungen eine Menge bekommen? Ist das keine Interaktion? Da müsste mal jemand erklären, was Interaktion im Netz so interaktiv macht. ralf/breitband
Ich er und sie
Kommentare:
ménage à trois oder drei ist (k)einer zuviel. habe gerne zugehört.
flommersfeld! Das freut mich…
WIDN-70
Kommentare:
…aber das Basteln von Röhrenverstärkern sollte keinesfalls vernachlässigt werden! Eines Tages bricht das Netz zusammen und dann ist gut dran, wer ein selbstgebautes Röhrengerät schon im Schrank hat. Batterien nicht vergessen, am besten jede Woche ein paar bei Budni kaufen, damit man einen Vorrat hat.
Gruß aus Hamburg, auch nach Chicago, tj (www.shambaletta.de)
Ich bastelte in meiner Kindheit mit Transistor, Kosmos Radiomann, das war auch sehr schön.
WIDN – Antoni Abad
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gebrauchen Sie das wort “utopie” im sinne von “konzept” oder “vision”? Sie sagen: “ein ort, an dem an utopien geglaubt werden kann.” das würde bedeuten, daß hier ideen entstehen, die die welt verändern können. das internet als instrument der missionierung oder der poetisierung? findet hier eine idee ihre anhänger oder sind nicht auch andere wege der kommunikation beteiligt? werden hier nicht in erster linie geschäftsideen entwickelt im sinne von user generated content, also eines datenstroms, der dann gewinnbringend abgeschöpft werden kann? was bedeutet community? ist das eine glaubensgemeinschaft? oder ganz banal ein forum zur selbstdarstellung? und abschließend die frage: bedeuted utopie nicht auch ideele bindung? ist das möglich in einem medium mit schnellen verfallszeiten? ach ja, diese frage noch: gibt es ein beispiel für netz-utopien?
Instant Comics Berlinerstrich
Gemeinschaftsproduktion von berlinerstrich mit brennpunkt+ und ohrenterror.
Kommentare:
Soll das eine Antwort auf WIDN sein? Well…
Ralf
1.) das Quietschen der Stifte könnte eine Antwort auf den vorwöchigen eLearning-Tafel Beitrag sein
2.) zu der dokumentierten Veranstaltung kamen vernetze Interessenten
3.) In der Kurzbeschreibung wird schon angerissen, dass Virtualität solch einen atmosphärischen event nicht zustande bekommen könnte (=Inversantwort)
4.) Die Kategorisierung zu “Was ist das Netz” erzeugt mehr Aufmerksamkeit.
5.) alors…
norbert
Großartig wie der Autor hier aus den scheinbar trivialen Außerungen eine amüsante, interessante und anregende Geschichte webt. Nur schade, dass sie nie im amerikanischen Radio laufen kann. Zumindest das Deutsche sollte die Gelegenheit nutzen…
WIDN – Aller Anfang ist
Das Ehepaar Klette über das Netz.
WIDN Peter Fleischer Google
Kommentare:
Meint google da Seiten? oder Websites? oder Dateien? Mir scheint die Zahl etwas übertrieben. Bzw unpräzise.
Es kommen also auf jeden Bewohner dieses Planeten rund 142 Webseiten, und jeden Tag eine mehr. Sollten die Zahlen stimmen, dehnt sich das Web schneller aus als das Universum.
WIDN-Hilfe auf Knopfdruck
Wo ist das Netz
WSDN
Kommentare:
ein Kanon wie schön aber die Aussagekraft bleibt beim Sein. Sein ist nicht die Frage, vielmehr die nach dem Wirken…
aber es ist mehr – nicht das wir – es ist die Verwirklichung der individuellen Freiheit
- ah, ok – jetzt hab’ ich’s – so far : well done !
Was ist das Netz Harald Welte
Hellersdorf 2
Klare Sache: Das Netz ist für Barsche, kleinere Fische – und Zitteraale.
WIDN – Jörg Sundermeier
WIDN – Patrick Baudisch
Was ist das Netz – Moot
WIDN – Berufssoldat
WIDN – Leo Laporte
http://www.twit.tv/
Könnte man Ausschnitt
Internet-Security

Kommentare:
Wir wissen alle, was das Internet vor allem transportiert!
das netz generiert eine art schwarmintelligenz. eines seiner schlagworte ist der user generated content, der auch ironisch mit dem aal-prinzip umschrieben wird (andere arbeiten lassen). ich will keine ameise sein. “die intelligenz der masse” bedeutet den untergang des individuums. die schwarmintelligenz anzuzapfen kann einen entscheidenden marktvorteil bedeuten. portale mit user generated content haben gegenüber anderen einen operationalen vorsprung. seismographisch erfassen sie jeden trend, bevor er publik wird. der zugang zur kollektiven intelligenz eröffnet tür und tor für ausbeuterisches verhalten. profitieren von den bewußtseinsströmen kann nur der, der sie messen kann. dazu braucht es kapital und technisches know-how. Und was passiert, wenn diese selbstpräsentanz des geistes an die kette gelegt wird, das heißt gegenstand manipulativer techniken wird: z. b. gezielte desinformation bei militärischen operationen. bedeutet massenintelligenz auch massen-ich? kann vom netz soviel suggestion ausgehen, daß wir von einer art herdentrieb ergriffen werden. wie verhält sich die masse im netz? ist es nicht blauäuging von vornherein von humanen tendenzen auszugehen: bessere kommunikation = bessere menschen? und wer sagt denn, daß menschen über das netz besser kommunizieren? lieber sascha lobo: we are the web. we are the children. we are the ones who make a brighter day. So let’s start giving. ok, dann müssen jedoch kapitalströme und bewußtseinsströme getrennt bleiben. die freie präsentanz des geistes – wer aber kann das gewährleisten?