Big Brother Award und Hacker Stories

Die Medien und Meinungen der Woche


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Vera Linß hat die Medien und Meinungen der Woche gesichtet, und die erste Meldung, die sie mitgebracht hat, passt zum Thema unserer Sendung: Der Big Brother Award wurde verliehen, und zwar gestern Abend durch den Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs e.V.

‘Ausgezeichnet’ wurde der Vorsitzende der Zensuskommission, die zum Zwecke der Volkszählung Daten aller Bundesbürger aus Datenbanken sammelt und Profile daraus erstellt. Ein weiterer Preis ging an Facebook “für die gezielte Ausforschung von Menschen hinter der netten Fassade eines vorgeblichen Gratisangebots”, so die Begründung. Apple bekam einen Big Brother Award für die “Geiselnahme ihrer Kunden mittels teurer Hardware und die darauf folgende Erpressung, den firmeneigenen zweifelhaften Datenschutzbedingungen zuzustimmen”. Einen Preis erhielt auch die Modemarke Penterey, die Designerjacken und Kleidung mit verdeckt integriertem RFID-Chip vertreibt.

Außerdem erschien diese Woche “Underground”, für die FAZ die “literarische Vorwegnahme von Wikileaks”, auf Deutsch. Neben Suelette Dreyfuß hat an dem 1997 auf Englisch erschienenen Buch auch Wikileaks-Gründer Julian Assange mitgeschrieben. Das Ganze ist eine Geschichte über die Anfänge der Hacker-Bewegung in Australien, zu der auch Assange gehörte. Das Buch wurde hoch dafür gelobt, weil es die Motive von Hackern deutlich werden lasse und als die “Vorstufe” von Wikileaks gilt.

Link: Gespräch des Assange-Verlegers Till Tolkemitt über das beschädigte Image des WikiLeaks-Gründers mit Joachim Scholl

Kommentare

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