• 11. Januar 2013 08:01
  • Sendung vom 12.01.2013, Sendungsüberblick
  • 10 Kommentare

Holt euch die Medien zurück

Die Breitband-Themen am 12. Januar 2013


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Ob Facebook, Twitter, Google oder Instagram: Viele von uns teilen Inhalte auf kommerziellen Plattformen. Das ist bequem und einfach, hat aber einen Haken: Wir liefern uns den Launen und Schicksalen der Betreiber aus. Wenn die nämlich neue Privatsphäre-Häkchen erfinden, das eine oder andere Bild zensieren oder am Ende einmal pleite gehen, mitsamt all dem, was wir hineingesteckt haben, können wir wenig machen. Johnny Häusler fordert: Holt euch das Netz zurück. Aber wie? Würde es helfen, mal wieder was richtig Altmodisches zu machen, wie etwa Bloggen?

Durch das Netz haben sich Information und Kommunikation neu organisiert. Das erleben gerade auch die öffentlich-rechtlichen Medien und müssen sich angesichts des neuen Rundfunkbeitrags eine Debatte um ihre eigene Rolle gefallen lassen. Wie könnte ein transparenter, gemeinschaftlich finanzierter und vielleicht sogar kollektiv kuratierter Journalismus aussehen? Welche Bedeutung haben öffentlich-rechtliche Medien heute und in Zukunft? Darüber diskutieren wir mit Medienwissenschaftler Stefan Heidenreich und Politikwissenschaftler Jens Best.

Während die Inhalte der öffentlich-rechtlichen Medien nach kurzer Zeit wieder aus dem Netz verschwinden, archivieren andere, was das Zeug hält. Google will bis 2015 etwa 15 Millionen Bücher scannen und digital zugänglich machen. Die Europeana gilt als alternatives öffentliches Projekt, sie will 4,5 Millionen digitale Objekte frei ins Netz stellen. Ähnliche Ambitionen haben die Macher der Deutschen Digitalen Bibliothek. Können solche öffentlich finanzierten Ansätze mit Google und anderen Netzriesen mithalten oder sogar Alternativen bieten?

A propos Alternativen zu Google: Wie wäre es mit einer öffentlichen Suchmaschine, oder ist das völlige Traumtänzerei?

Auch bei den Spielen steht eine Art Paradigmenwechsel bevor, das zeichnet sich auf der International CES 2013 ab, einer der größten Messen für Unterhaltungselektronik. Während die Hardware früher das wichtigste war, sieht das inzwischen anders aus. Xbox, Playstation,  all diese schönen Namen werden bald der Vergangenheit angehören: Die Spiele wandern in die Cloud.

Christine Watty und Christian Grasse führen durch die Sendung.

Foto: fuck tv, Jan Ramroth, Flickr, CC-by

Kommentare

    […] heute: 11:00 Quasselstrippen (info) 11:00 DRadio Wissen Online Talk (info) 14:00 Breitband (info) 14:00 Raidenger (info) 16:00 about:radio (info) 18:00 trackback […]

    Gründet und betreibt eigene Soziale Netzwerke – kostenlos erstellen und mit 100 Freunden testen unter http://www.weps.ag – hier gehören die Daten noch den Usern, weil die Plattform eine deutsche ist und dem BDSG unterliegt :D

    Sehr gutes, wichtiges Thema. Ich kann nur sagen: Bloggt gegen an, Leude!

    http://www.suma-ev.de/ ist ein Verein für freien Wissenszugang, der sich um alternative Suchmaschinen kümmert. Aber wie kann er sich neben google behaupten?

    […] Hier noch ein Beitrag aus der “Breitband”-Ausgabe von DRadio Kultur mit Stefan Heidenreich, Jens Best und ein paar O-Tönen von […]

    […] zum Thema öffentlich-rechtliche Medien, Grundversorgung und Netz auf Breitband mit Jens Best […]

    […] Gespräch mit Jens Best, geführt von Christine Watty und Christian Grasse auf Breitband am 12.1.2013. (function($){ var options = {"info_link":"http://heise.de/-1333879","txt_help":"Wenn Sie […]

    […] Wellen hat er mit seinem Aufruf trotzdem gemacht und die Kollegen von Breitband haben sich dann auch dankenswerterweise damit ausgiebig beschäftigt. […]

    […] wird mittlerweile auch mit großer Reichweite geführt. Interessanter Radiobeitrag zum Beispiel bei Breitband vom […]

    Also ich finde es mit der Übermacht Google auch nicht schön. Auf der anderen Seite ist die Idee mit den digitalisieren von Büchern gut. Es steht einfach gegen die in Deutschland übermächtigen Verlage und Bücher Preisbindung Gesetz.

    Ich sage einfach, es kommt eine Änderung und die Strukturen ändern sich. An sich ist es gut, weil, das alte erstmal sterben muss, damit das neue kommen kann. Und es wird was neues kommen. Verlasse Dich darauf.

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