• 13. Juli 2013 12:07
  • Besprechung, Sendung vom 13.07.2013
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Euch vermeiden, mich verlaufen

Urbane Apps mit subversivem Anspruch


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Die Stadt der Zukunft ist vernetzt. Sie verbindet Menschen mit Dingen, mit Orten und – anderen Menschen. Doch Daten können nicht nur dazu dienen, sich zu vernetzen und effizienter zu werden. Es geht auch anders als es die Smart-City-Logik will.

Statt besonders effektiv von A nach B zu fahren, eignen sich Städte ja wunderbar, um verloren und sich aus dem Weg zu gehen.

Foursquare gilt als Vorgeschmack auf die vernetzte Zukunft, dort können sich Menschen über ihre Standorte verbinden. Sie checken sich an verschiedenen Plätzen ein und machen damit ihren Standort für Freunde sichtbar.

Der amerikanische Entwickler Scott Garner hat nun den Gegenentwurf dazu entwickelt, “Hell is other people”, frei nach Sartres „die Hölle, das sind die anderen“. Unsere Kollegin Marina Schweizer hat ihn gefragt, wie es dazu kam. Das komplette Interview auf englisch gibt es hier:


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Und auch die App “Drift” geht neue Wege: Mit ihr kann man sich in der gewohnten Umgebung verlaufen und verlieren.

Anja Krieger hat beide Apps getestet und mit dem Radioregisseur Moritz von Rappard über ihren subversiven Gehalt gesprochen.

Anja Krieger - Drift: "Walk north until you find something your grandmother would consider beautiful and take a picture of it."

Fotos, gemacht auf dem Drift-Weg:

Oben: “Walk south for one block and take a picture of the nearest window from the perspective of a child.”

Unten: “Walk north until you find something your grandmother would consider beautiful and take a picture of it.”

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